Kapitel 4 - Pfarr-Cäcilien-Chor Holzheim

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Kapitel 4

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Anno 1997:

Freude aufs Jubiläum


 

Die musikalische Gestaltung der heiligen Messen prägten die Zeit bis zum Jahr 1997, in dem der Chor sein 125jähriges Jubiläum feierte, ebenso wie Angebote geselliger Art, unter ihnen Ausflüge nach Holland und Belgien, die Beteiligung an den Pfarrfesten mit einem stets stark frequentierten Reibekuchenstand sowie Cäcilienfeste mit Jubilarehrungen und bunten Programmen in Eigenregie. Daß die Sängerinnen und Sänger fest in Holzheim verwurzelt sind, zeigten etwa der Auftritt zur Einweihung des Ständebaums, an dem auch das Emblem des Chores angebracht worden war, oder eine in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und dem Freundeskreis Kloster Kreitz in der Kirche der Benediktinerinnen gestaltete Roratemesse im Advent, ein alljährlich erfolgendes Ereignis. Ein Festausschuß beriet das Jubiläumsprogramm, in dessen Rahmen Festhochamt und Empfang ebenso wenig zu kurz kamen wie ein Besuch von Sängern aus England und eine Ausstellung in der Sparkasse.
Wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit für eine traditionsreiche Gemeinschaft ist, zeigt der Blick in die Chronik und den Neubeginn 1872. Wo der Kulturkampf 1872 „Haß und Hohn gegen die Religion" spie, sind es heute zunehmend Desinteresse und Gleichgültigkeit, die den Umgang vieler Menschen mit der Kirche und ihren Gruppierungen prägen. Doch diese Kirche und diese Gruppierungen haben schon ganz andere Stürme überstanden. Und auch unser Chor wird den Widrigkeiten des Zeitgeistes erfolgreich trotzen können. Getreu einer Maßgabe, die im Jahresbericht von 1982 verewigt worden ist: „Vergleichen wir unseren Chor einmal mit einem Orchester. Das Orchester besteht aus vielen Einzelstimmen, die ihre Eigenschaften zusammentragen zum Gesamtklang der Harmonie. Die Flöte kann nicht Kontrabaß sein, die Blockflöte wird sich wohl kaum gegen die Trompete durchsetzen können, es sei denn, sie nutzt deren Atempause.
Jedes Instrument besitzt seine Eigenart, seinen Charakter. Da spielt jeder Part seine Noten - richtig, vielleicht mühsam, und der Dirigent gibt das Tempo an und erteilt die Vorschriften dazu. Die konzertierte Aktion eines Orchesters läßt sich gut auf die Situation eines Chores übertragen. Da gibt es die tragenden Stimmen, die hervorstehenden und überragenden, die lauten und leisen Mitarbeiter. Aber das Gesamtwerk hängt davon ab, daß sich jeder einordnet in den Klang der Harmonie, denn alle tragen bei zum Gelingen dieses Werks."

 
 
 
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